Ballon ABC

A

Alter: Wir haben auf Grund der Beschaffenheit des Ballonkorbes eine Altersbeschränkung. Kinder unter 13 Jahren und kleiner als 1,30 m können leider noch nicht mitfahren; ansonsten ist jeder, der in der Lage ist, in den Ballonkorb zu steigen und während der Fahrt zu stehen, an Bord willkommen.

B

Ballonglühen: Beim Ballonglühen werden mehrere Heißluftballone am Boden verankert und nach Einbruch der Dunkelheit durch das Befeuern anhand der balloneigenen Gasbrenner zum Glühen gebracht. Die bunten Farben kommen so besonders gut zur Geltung. Ein atemberaubendes Schauspiel für Jung und Alt.

Ballonfahrerspruch: Glück ab - Gut Land

F

Fuchsjagd: Ist eine Wettfahrt, bei welcher die Wettkampfaufgabe darin besteht, den „Fuchs“ genannten Ballon zu verfolgen und zu versuchen, einen Marker möglichst nah an einem vom „Fuchs“ ausgelegten Zielkreuz abzusetzen. Erfahrene Balloncracks wissen, dass sie durchgehend das „Objekt der Begierde“ im Auge behalten müssen, um die von ihm genutzten Luftströmungen nachzuvollziehen.

Fesselballone: Wie der Name schon sagt, sind diese Gasballone mit Größen um die 5500 Kubikmeter gefesselt, und zwar an den Boden, das heißt: Sie steigen an Stahlseilen bis in Höhe von etwa 150 Meter auf und verharren dort oben. In den Gondeln dieser Aussichts- und Werbe-Ballone haben bis zu 30 Passagiere Platz.

G

Gasballone: Obwohl sie völlig geräuschlos (keine fauchenden Brenner) und für Weitfahrten prädestiniert sind (kein Brennergas muß mittransportiert werden), haben sie doch zwei große Nachteile: Zum einen das komplizierte Füllen der kugelrunden Ballonhüllen, zum anderen das extrem teuere Flüssiggas Helium. So wird fast ausschließlich Wasserstoff genutzt, doch: Dieses Gas ist feuergefährlich. Beim Gasballon ist über die Hülle ein Netz gespannt, an dessen Ende der Korb befestigt ist. Die Hülle wird zum Start mit dem Gas gefüllt. Da dessen Dichte geringer ist als Luft, erhält der Ballon seinen Auftrieb. Der Pilot kann ein Ventil öffnen, und der Ballon sinkt. Wirft er kleine Ballastsäcke ab (Sand oder Wasser), steigt sein Gefährt.

Gesundheit: Teilen Sie bitte etwaige gesundheitliche Beschwerden (Kreislauf, Herz, Gelenke) bei der Terminabsprache dem Piloten mit. Ältere Personen, Schwangere, frisch Operierte oder Personen in ärztlicher Behandlung sollten vor der Fahrt ihren Arzt befragen. Vermeiden Sie Alkohol vor der Fahrt.

H

Heißluftballone: Die tropfenförmige Hülle aus extrem reißfestem und hitzebeständigem Gewebe wird mit Hilfe eines Ventilators mit Kaltluft gefüllt. Dann erhitzen zwei Propangasbrenner mit je 2200 kW Wärmeleistung die Luft im Innenraum auf 80 bis 110° C. Der Auftrieb der heißen Luft treibt den Ballon in die Höhe. Kühlt die Luft ab oder betätigt der Pilot über eine Leine ein Ventil in die Ballonspitze (Parachute), so sinkt das Gefährt; zündet er die Brenner, so steigt es. Gewerbliche Ballonhüllen haben häufig ca. 6000 Kubikmeter Volumen und können bis zu acht Passagiere befördern.

Höhenrekord: Am 21. Juli letzten Jahres hebt der Österreicher Joschi Starkbaum (64) um 5.27 Uhr bei Murau in der Steiermark zu einem Höhenrekordversuch ab. Alles läuft gut, als es bei ca. 8.000 Metern zu technischen Problemen kommt. 8.000 Meter, das wäre kein neuer Rekord. Starkbaum weiß sich zu helfen und behebt den Defekt. Nun gibt es kein Halten mehr. Starkbaum heizt seinem Ballon kräftig ein. Erst bei 15.360 Metern muß er aufgeben, die Luft ist zu dünn, die Brennerflamme bekommt zu wenig Sauerstoff, doch das ist egal. Eine neue Rekordhöhe ist längst erreicht, die vorherige um 1.690 Meter überboten. Den alten Rekordhalter löste Starkbaum allerdings nicht ab, da er diesen Titel inne hatte und sich sozusagen selbst besiegte.

K

Keygrab: Jedes Ballon-Team startet mindestens eine Meile vom ausgelegten Zielkreuz entfernt, um dann mit günstigen Winden in die Nähe des Zielmastes samt Schlüssel zu gelangen. Gute Kontakte zum Wetterdienst sind dabei ganz hilfreich, denn danach legen die Piloten den Startplatz für den Ballon fest. Ist der Startplatz falsch gewählt, sieht man den Ballon mit Sicherheit nicht in der Nähe des Schlüssels.
Für alle Interessierten ist das Spektakel um den Keygrab-Wettstreit mal eine ganz andere Art, Ballone zu beobachten. Denn normalerweise starten sie alle von einem Platz aus. Man schaut ihnen zu und hinterher – und irgendwann sind sie dann vom Winde verweht. Beim Keygrab hingegen sind sie hoffentlich irgendwann alle mal da... Und vielleicht erlebt der Beste unter ihnen ja sein Schlüsselerlebnis.

Kleidung: Bitte ziehen Sie sich so an, als wollten Sie einen Spaziergang im Gebirge unternehmen. Flache geschlossene Schuhe oder besser Wanderstiefel sind unbedingt notwendig. Nicht immer ist der Landeort ebenso beschaffen wie der Startort.

L

Landung: Ballonfahren findet nur bei schönem Wetter und wenig Wind statt. Aber auch bei geringen Windgeschwindigkeiten kann es geschehen, daß der Ballonkorb bei der Landung umfällt. Das ist nicht weiter schlimm. Bei der Landung sollte man sich unbedingt an den Halteschlaufen im Korb festhalten und den Korb nur auf Anweisung des Piloten verlassen.

Luftschiffe: Im Prinzip handelt es sich hier um eine in die Länge gezogene Gasballonhülle mit Antrieb und Steuervorrichtung. An der Gondel ist ein Motor mit Heckpropeller montiert, der für den Vortrieb sorgt. Über Seitenruder läßt sich das Gefährt zentimetergenau steuern. Weltweit gibt es nur etwa 100 solcher Gefährte.

R

Rauchen: Im Umkreis von 15 m um Transportwagen, Anhänger, Ballonkorb und Hülle ist es strikt untersagt zu rauchen oder offenes Feuer zu entzünden. Auch während der Fahrt besteht dieses absolute Verbot. Werfen Sie keine Gegenstände über Bord. Genießen Sie die Ruhe einer Ballonfahrt.

S

Start: Ballonfahrten können im Sommer nur in den frühen Morgenstunden oder abends stattfinden. Die Zeit des Sonnenaufganges und des Sonnenunterganges sind je nach Jahreszeit verschieden. Im Juli zum Beispiel trifft man sich im allgemeinen um 6.00 Uhr am Startplatz für die Morgenstarts und um 19.00 Uhr für die Abendstarts.

T

Taufzeremonie: Nach altem Ritual wird man in einer Taufzeremonie in den Adelsstand erhoben. Zur Erinnerung erhält man eine persönliche Taufurkunde.

Temperatur: Der Ballon fährt meist in Höhen bis 3000 ft (ca. 1000 Meter). In dieser Höhe ist die Temperatur geringer als am Boden.

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